Bestimmt wird durch das Stopp-Los die Untergrenze des Kurses, an der die Position verkauft werden soll. Das nennt man auch Trigger Price bzw. zu deutsch Auslösepreis. Wenn nun die Grenze erreicht ist oder sogar unterschritten wurde, dann wird die Position voll automatisch als Marktorder ausgeführt. Dies geschieht zum nächsten handelbaren Kurs. So ist es also möglich, dass sich dieser Kurs für kurze Zeit unter dem Wert der besagten Stopp-Marke aufhält. Wie bereits erwähnt, sichern sich die CFD Broker also so entstandene Buchgewinne. Genauso grenzen sie aber damit auch das Verlustrisiko ein. Mit der Stopp-Los Marke grenzt man als Anleger also seinen möglichen Verlust ein. Genauso sichert diese Marke aber die möglichen Gewinne. Diese Marke ist eine gute Hilfe, wenn es an der Börse zum Beispiel einmal sehr hektisch sein sollte und man kaum die Übersicht behalten kann.
Beispiele: Der Kaufkurs beträgt € 45,- und der aktuelle Kurs liegt bei € 52,-. Dieser fällt nun allerdings auf € 50,-. War man nun schlau genug und hat die Stopp-Los Marke auf € 50,- gesetzt, so hat man hier immerhin noch ein Gewinn von € 5,- gemacht.
Noch einmal zu der Möglichkeit eine automatische Stopp-Los Marke zu setzen. Unterschreitet die Position nun das angesetzte Limit, wird diese automatisch zum nächstmöglichen Geschäft veräußert.
Man hat zum Beispiel eine Aktie zum Wert von € 100,- gekauft. Das Risiko möchte man ja natürlich jetzt eingrenzen und setzt dafür eine automatische Stopp-Los Marke. Würde man sich hier eine Grenze bei 20 % Verlust setzen, so müsste man die Stopp-Los Marke also bei € 80,- festlegen. Wird diese Grenze nun unterschritten, dann wird die Position automatisch abgestoßen.
Der Ausführungskurs kann bei einer Stopp-Los Marke leider nicht zu 100 % bestimmt werden. So entsteht eventuell eine Abweichung zur wahren Stopp-Los Marke, die man gesetzt hat. Das liegt daran, dass ja der Auftrag besteht zum nächsten möglichen handelbaren Kurs den Stop umzusetzen. Ist das Marktumfeld nun sehr voltatil, dann ist ein Sinken der Aktie von 100 auf € 75,- sehr schnell möglich. Also würde die Order nun zu € 75,- ausgeführt werden. Das bedeutet also, das der Verlust größer wäre als ursprünglich eingeplant.
Erholt sich die Aktie jedoch schnell wieder, so könnte der Abrechnungskurs durchaus noch bei € 85,- liegen.
Die beiden Möglichkeiten, wie man Stopp-Los Marken einsetzen kann, sollen hier noch einmal erläutert werden:
Automatisch: diese Methode eignet sich besonders für Anleger, die nicht die Möglichkeiten oder auch nicht die Zeit haben, immer aktuell das Börsengeschäft zu verfolgen. Dabei lässt sich diese Marke durchaus bequem über das Internet setzen. Jedoch kann man auch dem zuständigen Bankberater den Auftrag erteilen.
Mental: Diese Methode eignet sich für Anleger, die eine Affinität und die Zeit dafür besitzen, das Börsengeschäft täglich zu verfolgen und damit immer auf dem neuesten Stand sind, was Kursbewegungen betrifft. So kann man den Verkaufskurs zum Beispiel auf einem Zettel notieren.
Nimmt man nun an, dass besagter Kurs erreicht werden sollte, so wird die sog. Einzelfallprüfung fällig. Sind die Unternehmensnachrichten negativ, muss man also schnell handeln und verkaufen, falls man keine Verluste machen möchte. Es kommt aber manchmal auch zu allgemeinen Kursgewittern. Dieses zieht dann über alle Aktien hinweg. Hier sollte man also in der Lage sein, die Situation richtig einzuschätzen und zu überprüfen. Im Zweifel sollte man die Aktie immer im Depot lassen.
Investoren setzen ihre Stopp-Los Marke sehr oft bei runden Zahlen fest. Wird diese Position aber dann erreicht, entsteht ein hoher Druck. Man könnte dem entgegen wirken, in dem man das Limit einfach etwas höher angesetzt. Hat man beschlossen, die Position bei € 100,- zu schließen, so kann man das Limit also auch bei z.B. € 101,50. ,- setzen. Das ist sinnvoll, da man so schon einmal dem Abwärtssog entgehen kann.
Die Stopp-Los Marke kann man mit einem so genannten Trailing-Stop ständig aktualisieren und nach ziehen. Das eingeplante Risiko des CFD-Trades sollte in diesem Fall aber nicht vergessen und nicht überschritten werden. Dagegen kann, man wie schon erwähnt, mit einer sogenannten Bracket-Order sowohl die Untergrenze, als auch eine Obergrenze festlegen, an der automatisch verkauft werden soll. Hiermit kann man also ein festes Gewinnziel definieren. So ist das klare Setzen von Stop-Los Limits unentbehrlich für das erfolgreiche Geschäft mit CFDs. Darum gilt hier das Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Hier sollten das konsequente Setzen von Stopp-Los Limits, als unentbehrliches Mittel für erfolgreiche CFD-Tradings gesehen werden.
Es ist also wirklich wichtig, Fehler die man gemacht hat einzusehen, um einen größeren Verlust entgegen wirken zu können. Das ist besser als an ein Zurückkommen des Kurses zu glauben. Kommt es nämlich anders, dann muss man eventuell, wohl unüberschaubare Verluste, in Kauf nehmen.