Die Gründe für Ihre Einführung und Ihren hohen Erfolg sind vielschichtig, primär ist es aber der Wunsch auch von fallenden Kursen profitieren zu können - Hebelprodukte, allen voran die so genannten "CFDs". Mit einem CFD kann man entweder "long" gehen, also auf steigende Kurse spekulieren, oder "short" gehen, Leerverkäufe tätigen, also auf sinkende Kurse spekulieren. Ein CFD ist dabei ein Wertpapier das einem bestimmten Basiswert zugeordnet ist. Dies kann sowohl eine Aktie, wie auch eine Anleihe, oder, wie in diesem Fall, ein Rohstoff sein. Der CFD repräsentiert den Wert eines bestimmten Rohstoffs je Maßeinheit, jedoch in einem verkleinerten Maßstab, in der Regel 1:100. Kostet der Rohstoff als z.B. 500$/Tonne, so kostet der CFD für diesen Rohstoff 5$. Die Wertschwankungen des Basiswertes wird der CFD aber 1:1 nachmachen, d.h. schwankt der Wert des Rohstoffes um 1$, so steigt auch der CFD um 1$. Man hat hier also einen Hebel von 1:100 der auf den CFD einwirkt, in die eine, wie auch in die andere Richtung.
Natürlich bedeutet das auch, dass mit einem Rohstoff-CFD erheblich Geld verloren werden kann, nämlich immer dann, wenn der Basiswert nicht die erwartete Wertentwicklung nimmt. In unserem Beispiel wäre das Geld also vollkommen weg, wenn der Rohstoff um 5$/Tonne sinkt. Aufgrund des hohen Risikos muss beim Handel mit Rohstoff-CFDs eine so genannte "Margin" beim Broker hinterlegt werden, ein bestimmter prozentualer Anteil des bewegten Geldes. Ist diese Margin aufgebraucht kann der Spekulant entweder Geld nachschießen, wenn er eine positive Entwicklung erwartet, oder es werden alle Positionen zwangsverkauft. In diesem Fall kann es sogar zu einer Nachschusspflicht kommen wenn der Verkaufserlös einen negativen Saldo auf dem Depot hinterlässt.
Auch mit Rohstoff-CFDs, lässt sich ein interessanter Handel betreiben. Dabei ist vor allem die Vielfalt der Rohstoffe ein Vorteil. Man kann ebenso gut mit Gold als auch mit Rohöl oder Kaffee und viele weitere Rohstoffen Handel betreiben. Mit CFDs ist das alles ohne weiteres möglich. Man hat hier die Möglichkeit Gewinne, oder auch Verluste, durch die Hilfe des "Tick-Wertes“ sehen. Den Tickwert berechnet man zwischen der kleinstmöglichen Kursbewegung eines Rohstoffs und seiner Kontraktgröße.