Eine attraktive und raffinierte Eigenschaft der CFDs ist genau diese Hebelwirkung. Die maximale Margin Forderung von nur 10 Prozent des Underlying erlaubt es dem Investor, mit einem Einsatz von € 10.000 eine Position zu eröffnen die über € 100.000,- Wert ist. Hier sollte man aber auch wieder Bedenken, dass es bei jeder Medaille zwei Seiten gibt. Geht man einmal davon aus, der Wert des Underlying würde um fünf Prozent steigen. Jetzt würde sich auch der Wert des Long CFDs erhöhen. Doch auch hier ist wieder zu bedenken, dass jede Medalie zwei Seiten hat: So gehen wir einmal davon aus, dass der Wert des Underlying um 5%, steigt. Nun erhöht sich auch der Wert des Long CFD auf € 105.000,-. Hier mit hätte man bei einem Einsatz von € 10.000,- also einen Gewinn von € 5.000,- erzielt. Genauso gut könne es am auch zu einem Kursrückgang des Underlying um 5% kommen. In diesem Fall hätte der Investor dann € 5.000,- Verlust zu beklagen.
Genauso gut ist es möglich, dass man seinen Einsatz von € 10.000,- auch ganz verliert. Lediglich 10 Prozent des Wertes müsste das Underlying verlieren und schon hätte man die ganzen € 10.000,- verloren. Möchte man als Anleger nun diese Krise der Position aussetzen, da bald wieder eine Kurserholung zu erwarten ist, so muss man wohl oder übel weiteres Kapital zu steuern, so dass man sein CFD Konto gedeckt halten kann und es mit den angemessenen Mitteln dotiert ist.
Solche Kurssprünge von gleich 10 Prozent kommen aber von einem Handelstag auf den nächsten nicht allzu oft vor. Das ändert jedoch nichts daran, dass man sich des Risikos stets bewusst sein sollte, wenn man mit CFDs spekuliert. So sollte immer das Verhältnis des möglichen Gewinns in der Relation zum möglichen Verlust stehen. Das ist besonders wichtig, wenn man einen hohen Hebel anwenden möchte. Deswegen sollte man wirklich nur mit CFDs handelt, wenn man schon Erfahrung als Anleger in der Börsenwelt gesammelt hat. Des Weiteren ist es wohl etwas für Leute, die den Nervenkitzel mögen. Damit man solche Bewegungen an der Börse abschätzen kann, benötigt man nämlich eine ganze Menge an Erfahrung.
Größere Hebel findet man ausschließlich außerhalb der Börse. Es gibt hier spezielle Anbieter, die entsprechende Produkte anbieten, die speziell für diese Zwecke eingerichteten Handelsplattformen geeignet sind. Hier darf man nur als Anleger auftreten, wenn man bei den jeweiligen Anbieter ein Extrakonto eröffnet hat. Außerdem muss man dieses mit einer vierstelligen Summe auffüllen. Für diese neuen Spekulationen, würde ein normales Wertpapierdepot auf keinen Fall ausreichen.
Kommt es während der Laufzeit eines CFDs zu Veränderungen so wirkt an sich das unmittelbar auf den Kurs des Underlying aus. Unter solchen Veränderungen kann man zum Beispiel die Ausgabe von Bonusaktien, spezielle Dividenden Ausschüttungen oder rechtliche Veränderungen verstehen. Der Preis oder auch die Zahl der Aktien des CFD wird darauf angepasst werden.