In den letzten Jahren ist ein neuer Markt entstanden der eine völlig neue Art von Wertpapierhandel etabliert, der Handel mit CFD´s. Das Wort "CFD" steht als Abkürzung für "Contract for Difference" und bezeichnet ein ganz eigenes Art Wertpapier. Beim Handel mit CFDs setzt der Käufer entweder auf einen steigenden Markt (man sagt er geht "long"), oder auf einen fallenden Markt (er geht "short"). Der Käufer erwirbt dabei aber niemals das Wertpapier selber, sondern lediglich ein Differenzprodukt, einen CFD. Nun kann der Käufer auf zweierlei Arten profitieren, steigt der Basiswert muss er "long" gehen, sinkt er muss er "short" gehen. Passiert das Gegenteil verliert der Spekulant. Da ein CFD nur einen Bruchteil des Preises des Basiswertes kostet, aber die Differenz gleich groß ist, lösen schon winzige Schwankungen bei dem Basiswert große Schwankungen bei dem CFD aus.
Der Spekulant kann bei einigen CFD Brokern mit einer Marge von bis zu 1:100 handeln, d.h. er erwirbt das CFD für ein hundertstel des Preises des Basiswertes, profitiert aber von den Schwankungen in derselben Höhe wie der Besitzer des Basiswertes. Der Spekulant nutzt also einen Hebel von 1:100 oder in Euro ausgedrückt, kann er mit 1000 Euro Einsatz 100.000 Euro bewegen. Da diese Wertpapiere ein erhöhtes Risiko bergen muss immer eine Marge beim CFD Broker hinterlegt sein, in dem genannten Beispiel 1000 Euro. Da aber der Basiswert des erworbenen CFD´s auch sinken kann, ist es durchaus möglich mehr Geld zu verlieren als man eingesetzt hat.
Für CFDs gibt es vielseitige Basiswerte: Ein Basiswert kann sowohl ein Index, eine Aktie, ein Rohstoff oder eine Anleihe sein. CFDs decken sämtliche Anlageklassen ab, womit man also im Prinzip auf einen beliebigen Wert handeln kann. Das ist national und international möglich. Mit dem Basiswert gehen die CFDs 100% der Entwicklung mit. Man ist bei den CFDs außerdem frei von einem Zeitwertverfall. Des Weiteren laufen sie auch nicht einfach ab. Der Handlungsspielraum wird hiermit sehr groß. Besonders wenn man gerne auf eine Short-Position gehen möchte, eignen sich CFDs hervorragend. Als privater Anleger oder Investor, hat man solche Möglichkeiten normalerweise nicht. Für einen CFD Brief stehen 40 Basiswerte zur Verfügung. So kommen folgende Unternehmen dafür in Frage: Zuerst einmal wären hier alle 30 DAX-Unternehmen sowie der DAX 30 und der Dow Jones Industrial zu nennen. Außerdem finden sich hier der NASDAQ 100, der S&P 500 und der Nikkei 225. Auch der Bund-Future sowie die Währungspaare EUR/USD, EUR/GBP, EUR/JPY und USD/JPY kommen für CFD Briefe in Frage.
CFDs sind keine Termingeschäfte, weshalb man sich an kein Ablaufdatum halten muss. Außerdem gibt es keinerlei Beschränkung, was die Laufzeit angeht. So lässt sich ganz flexibel und ungebunden darüber entscheiden, wann man seine Geschäfte beenden möchte. CFDs bilden den Basiswert 1:1 ab, weshalb die ganze Sache recht einfach gehalten ist. So muss man außerdem nicht auf Volatilität, Restlaufzeit, Leitzinssätzen oder andere Faktoren achten, wie es bei Optionen der Fall wäre.